Historie
1989
25 Speditionen schließen sich zusammen und gründen am 1. August 1989 German Parcel. Ziel: Paketlogistik in Markenartikel-Qualität – flächendeckend in ganz Deutschland.
Unter einheitlichem Logo, Erscheinungsbild und operativer Abwicklung werden bis Ende 1989 bereits zwei Millionen Pakete befördert. Die Abwicklung erfolgt über 30 Depots, die in den alten Bundesländern liegen, und dem neu erbauten Zentralen Umschlag-Platz (ZUP) im hessischen Neuenstein. Hier ist bis heute der Sitz der Zentrale.
1990
German Parcel erweitert sein Geschäft auf die neuen Bundesländer. Am Ende des Jahres hat das Unternehmen 12 Millionen Sendungen befördert.
1991
German Parcel auf Europa-Kurs: Frankreich und Dänemark werden kooperativ angebunden. Zwei regionale Umschlagzentren entstehen in Feuchtwangen und Dortmund.
1992
Unter Federführung von German Parcel wird der internationale Verbund General Parcel gegründet. Die Paketauskunft über BTX ist möglich. German Parcel wird als erster Paketdienst in Europa nach der Qualitätsnorm DIN ISO 9002 zertifiziert.
In Dortmund-Huckarde eröffnet das German Parcel-Schulungszentrum – einige Jahre später zieht das Schulungszentrum nach Neuenstein um.
1993
Die Ablieferscannung wird eingeführt. Damit erhalten die Zustellfahrer mobile Scanner. Zertifizierung nach DIN ISO 9001, die sowohl für die Zentralumschläge als auch für alle Depots gilt. Die Paketmenge beläuft sich 1993 bereits auf 40 Millionen Sendungen.
1994
Die Gewichtsgrenze für internationale Pakete beträgt nun 50 kg – damit folgt German Parcel international üblichen Gewichtsklassen für Pakete. Weiterhin rasantes Wachstum: Der Umsatz steigt auf 400 Millionen DM bei einer Paketmenge von 50 Millionen.
1995
In Neuenstein entsteht das größte Paketsortierzentrum Europas. Darüber hinaus wird die Privatlogistik eingeführt: German Parcel liefert auch an private Empfänger. Der internationale Verbund General Parcel bietet den Paketversand in die USA und nach Kanada an.
1996
German Parcel stellt seinen Kunden das neue EDV-System „GEPARD“ zur Versandoptimierung vor. Start der strategischen Allianz mit der Hamburger Expressdienst-Gruppe DER KURIER.
1997
Am 11.6.1997 eröffnet der erste Paketshop. Hier können erstmalig auch private Kunden ihre Pakete mit German Parcel befördern lassen. Gewichtserhöhung: Das maximale Paketgewicht innerhalb Deutschlands beträgt 40 kg.
1998
German Parcel erweitert seine Produktpalette erheblich: Einführung der Beschaffungslogistik. Im April schließt German Parcel eine strategische Allianz mit dem Hermes Versand Service, Hamburg, und bietet den Cash-Service als Nachnahme-Produkt. Die Paketmenge steigt auf 95 Millionen.
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1999
Anfang des Jahres präsentiert German Parcel The Post Office als neuen alleinigen Gesellschafter. Kurz darauf wird die Neuensteiner Zentrale in eine Holding umgewandelt, die sich um übergeordnete Aufgaben kümmert. Die German Parcel-Depots werden deutschlandweit sechs Regionen zugeordnet und erhalten weit reichende Kompetenzen.
Im Mai gibt German Parcel die Übernahme sämtlicher Anteile des Kurier- und Expressdienstleisters DER KURIER bekannt. Im Juli geht German Parcel mit 27 Speditionen eine Systempartnerschaft ein und erhält sich bei Kunden mit komplexen Logistikprojekten auch in Zukunft die Möglichkeit, neben kleingewichtigen Sendungen ebenfalls Stückgutsendungen abzuwickeln.
Die Beteiligungen an den General Parcel Partnern Ungarn und Slowenien sowie die Übernahme der irischen Williames-Gruppe durch German Parcel führt zu einer Stabilisierung des General Parcel-Netzwerkes.
2000
Der weltweite Paketversand zu fest definierten Laufzeiten und Qualitätsstandards wird seit Anfang des Jahres unter dem Produktnamen "Global Parcel" durchgeführt.
Mit der Gründung der General Logistics System International Holding B.V. (GLS) in Amsterdam Ende März wird eine strategische Basis für sämtliche Geschäftsaktivitäten im europäischen Paketmarkt geschaffen. Wesentliche Ziele sind die Absicherung der zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Paketlogistik-Netzwerke im General Parcel-Verbund, die europaweite Harmonisierung der Systeme sowie eine weitere Optimierung der Dienstleistungen und Produkte.
Im Auftrag der britischen Post tätigt German Parcel weitere Transaktionen auf dem europäischen Markt: Sowohl General Parcel Austria (Hauptsitz in Ansfelden, Österreich), der Nederlandse Pakket Dienst (Hauptsitz in Utrecht, Holland), Pakke-Trans A/S (Hauptsitz in Kolding, Dänemark) als auch Extand (Hauptsitz in Toulouse, Frankreich) wurden zu hundert Prozent übernommen.
Parcelforce Worldwide, der Paketlogistik-Dienstleister der britischen Post, ist ab Mai 2000 neuer General Parcel-Gesellschafter und -Franchisenehmer für Großbritannien und löst den bisherigen Partner United Carriers Ltd. ab.
German Parcel übernimmt mit Wirkung zum 1. August 2000 den von DACHSER veräußerten Geschäftsbetrieb im DPD-Paketnetzwerk. Damit verfügt German Parcel über insgesamt sechs DPD-Standorte.
Ende September wird die Akquisition des slowenischen Paketdienstes M-Express abgeschlossen und somit General Parcel die Nummer 1 der privaten Paketdienste in Slowenien. Ebenfalls Ende September engagiert sich die GLS an dem italienischen Paketdienstleister Direzione Gruppo Executive S.p.A. (DGE), Mailand: An die GLS gehen 100 Prozent der Marke und des geistigen Eigentums sowie 49 Prozent des Franchisegebers.
Ende Dezember engagiert sich die GLS auf dem polnischen Paketmarkt und übernimmt 25,1 Prozent am polnischen General Parcel-Partner Szybka Paczka Spólka z.o.o. (SP).
2001
Im Juni mehrheitliche Beteiligung an Stafetten, dem dänischen Express-und Kurierdienst Stafetten A/S.
Im Dezember wird Direzione Gruppo Executive S.p.A. hundertprozentige Tochter der GLS. Das Franchise-System bleibt bestehen.
PAKKE-TRANS A/S (DK), das dänische GLS-Unternehmen, erwirbt im Dezember sämtliche Geschäftsanteile der General Parcel Finland OY Ab. Mit dieser Transaktion hält die GLS nunmehr direkt/indirekt ca. 80 Prozent der Anteile am internationalen Paketverbund General Parcel. |
2002
Oktober Am 1. Oktober 2002 führt die GLS das europaweit einheitliche GLS-Branding ein.
November "Cross Border": Entwicklung einer gemeinsamen Internetplattform, die sämtliche Logistikprozesse beim internationalen Paketversand erheblich vereinfacht.
2003
Januar Transaktion in Italien: Die GLS übernimmt den Franchisenehmer Be-vegni. Bereits ab November 2002 führt GLS das Management, ab Januar 2003 die operativen Betriebe in Genua, Chiavari, Savona und Imperia.
März "UniQuE" (Unified Quality in Europe) – Entwicklung eines europaweit einheitlichen Qualitätsmanagementsystems.
Mai Gründung der GLS Norway als NIF (National Interface), das den Zu-gang zum norwegischen Markt sicherstellt. Die flächendeckende nationale Distribution erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.
November "GLS IT Services" geht an den Start. Die neue Gesellschaft dient der or-ganisatorischen Überführung des GLS-Projekts ‚Cross Border’ in die lau-fende operative Arbeit.
Dezember Transaktion in Italien: Die GLS erwirbt zum 1. Dezember 2003 das Paketgeschäft des italienischen Franchisenehmers Verona Services / Manto-va Services Srl in den Gebieten Verona, Mantova und Bussolengo.
Dezember GLS Hungary wird hundertprozentige Tochter der GLS.
2004
Januar Integration der GLS Germany IT Abteilung in die GLS IT Services
Februar Einstellung des Geschäftsbetriebes von General Parcel: Das operative Management sowie die Weiterentwicklung des europäischen Netzwerkes obliegt nun direkt der GLS. Die Stabilität und Flächendeckung des europä-ischen GLS-Netzwerkes wird durch die GLS-eigenen Gesellschaften und durch starke Netzwerkpartner-Unternehmen gewährleistet.
Mai Gründung der GLS Slovakia zur weiteren Stärkung des Paketnetzwerkes in Osteuropa. Das Unternehmen mit Sitz in Zvolen ging am 1. Mai 2004 als Tochtergesellschaft der GLS Hungary an den Start.
Mai Seit dem 1. Mai ist die flächendeckende Versorgung der drei Baltischen Staaten durch eine Vereinbarung mit einem regionalen litauischen Paket- und Expressdienstleister gesichert, der die hohen Qualitätsstandards der GLS erfüllt.
Das Europanetz der GLS umfasst nun 33 Länder. |
Quelle: Zahlen, Daten, Fakten
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