So gelingt das Einwintern – Schutz, Stabilität und Ruhe für die kalte Jahreszeit
Wenn die Temperaturen fallen, steht Ihr Pool vor seiner wohl anspruchsvollsten Phase – dem Einwintern.
Jetzt entscheidet sich, ob Technik, Folie, Becken und Wasser sicher durch den Winter kommen oder im Frühjahr Reparaturen nötig werden. Mit den richtigen Handgriffen und dem passenden Zubehör bleibt alles intakt – vom Beckenrand bis zur Verrohrung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt – und was passiert danach?
Viele fragen sich: Wann soll man den Pool aus dem Winterschlaf holen – oder überhaupt winterfest machen?
Sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 °C fällt, ist der Zeitpunkt für die Einwinterung gekommen. Das Auswintern erfolgt dann im Frühjahr, wenn die Nächte frostfrei sind und das Wasser konstant über 10-15 °C liegt – meist im März oder April.
Warum Einwintern so wichtig ist
Gefrierendes Wasser dehnt sich aus – und diese Kraft kann selbst stabile Poolwände oder Folien beschädigen. Eisdruckpolster wirken hier wie Stoßdämpfer: Sie nehmen den Druck auf, der beim Gefrieren entsteht, und entlasten die Beckenwände.
Luftkissen dagegen übernehmen eine andere Aufgabe: Sie schaffen in der Poolmitte eine künstliche Erhöhung, sodass Regen, Schnee und Schmutz automatisch ablaufen.
Die Plane bleibt gespannt und wird nicht durchhängend oder beschädigt.
Am Beckenrand kommen schließlich Wassersäcke ins Spiel. Sie fixieren die Winterabdeckung zuverlässig, ohne Material oder Folie zu belasten – selbst bei Wind, Frost oder starkem Regen bleibt alles sicher an Ort und Stelle.
Schritt für Schritt: So machen Sie Ihren Pool winterfest
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Becken gründlich reinigen
Bevor Sie Ihren Pool abdecken, sollte das Wasser sauber und frei von Ablagerungen sein.
Kalkränder und Blätter entfernen, Poolroboter oder Reinigungsschwamm nutzen.
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Wasserwerte einstellen
Eine Frage, die viele stellen:
Ist Pool-Überwinterungsmittel notwendig?
Ja – es schützt das Wasser chemisch stabil, verhindert Ablagerungen und macht das Wiederanlaufen im Frühjahr einfacher.
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Wasser absenken – aber nicht komplett ablassen
Der Wasserstand sollte etwa 10 cm unter dem Skimmer liegen.
Kann man den Pool im Winter leer stehen lassen? – Nein.
Das Wasser stabilisiert die Beckenstruktur und schützt Folie und Mauerwerk vor Druck und Temperaturschwankungen.
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Technik winterfest machen
Filteranlage, Pumpe und Wärmepumpe müssen entleert, gespült und frostfrei eingelagert werden.
Wie lange sollte die Poolpumpe im Winter laufen?
Nach der Zugabe des Wintermittels sollte die Pumpe noch 2–3 Stunden laufen, um das Mittel gleichmäßig zu verteilen – danach bleibt sie ausgeschaltet bzw wird eingewintert.
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Eisdruckpolster, Luftkissen & Wassersäcke platzieren
- Eisdruckpolster: verhindern Schäden durch gefrierendes Wasser.
- Luftkissen: sorgen dafür, dass Regen oder Schnee auf der Abdeckung ablaufen.
- Wassersäcke: fixieren die Plane sicher, ohne Druck auf den Rand auszuüben.
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Abdeckung anbringen
Eine Winterplane oder Sicherheitsabdeckung schützt das Becken vor Frost, Regen, Schnee & Schmutz. Wer es atmungsaktiver mag, wählt ein Winternetz – besonders bei milden Wintern sinnvoll. Die All in One Lösung wäre die hochwertige Version einer Abdeckung mit Luftkissen - die aufblasbare Abdeckung!
Was tun, damit das Wasser im Pool nicht gefriert?
Wie stark Ihr Pool im Winter wirklich einfriert, hängt stark von Region, Lage und Witterung ab.
Während in milden Gebieten schon wenige Maßnahmen reichen, sollten Pools in frostgefährdeten Regionen gezielt abgesichert werden.
Eine bewährte Lösung sind Eisdruckpolster, die den entstehenden Eisdruck aufnehmen. In Gegenden mit langen Frostperioden oder starkem Temperaturwechsel empfiehlt sich eine Kombination aus Eisdruckpolstern und Luftkissen:
Die Eisdruckpolster entlasten die Beckenwände, während Luftkissen in der Mitte eine leichte Erhöhung schaffen, sodass Regen, Schnee und Schmutz automatisch ablaufen.
Alternativ – oder zusätzlich – kann eine hochwertige aufblasbare Poolabdeckung eingesetzt werden.
Sie liegt wie eine gewölbte Schutzkuppel („Ei“) auf dem Wasser und verhindert, dass sich überhaupt Eisflächen bilden. Diese Variante hält die Plane / das Becken frei von Schmutz & Wasser, da die natürliche Form der Abdeckung alles abperlen lässt.
Nach dem Winter – Wasser wechseln oder nicht?
Nach der Winterpause gilt: Ein kompletter Wasserwechsel ist nicht notwendig, wenn Ihr Pool richtig eingewintert wurde. Bleiben Wasserwerte, Folie und Technik stabil, kann das vorhandene Wasser problemlos weiterverwendet werden – meist genügt eine Rückspülung mit Teilauffüllung.
Bevor Sie den Pool wieder in Betrieb nehmen, sollte der pH-Wert kontrolliert und bei Bedarf auf den Idealbereich von 7,0 bis 7,4 eingestellt werden.
Erst danach folgt eine Stoßchlorung, um verbliebene Keime und organische Rückstände aus der Winterpause zu beseitigen.
So wird das Wasser wieder klar, hygienisch und bereit für den Start in die neue Saison.
Ein vollständiger Wasserwechsel ist nur dann ratsam, wenn:
- das Wasser nach dem Winter sichtbar trüb oder grün ist,
- starker Algenwuchs oder Geruch auf eine Belastung hinweisen,
- oder Frostschäden an Folie oder Technik eine Grundreinigung nötig machen.
In den meisten Fällen reicht eine gründliche Reinigung, eine Teilauffüllung und die anschließende Filterlaufzeit völlig aus.
Das spart Wasser, schont die Umwelt – und sorgt dafür, dass Ihr Pool im Frühjahr schnell wieder in perfekter Balance ist.